Andalusien – Spaniens zauberhafter Süden

Andalusien-Reise

Märchenhafte Paläste, zahllose UNESCO-Weltkulturerbestätten und eine Wüste wie aus dem Wilden Westen — das Zusammensetzen dieser Puzzleteile macht eine Reise in das melancholisch-ausgelassene Andalusien zu einem wahren Abenteuer.

Der Duft von Orangenblüten liegt in der Luft, der Klang von leidenschaftlicher Flamenco-Musik ist von weitem zu hören und warme Sonnenstrahlen dringen durch das Labyrinth der Gassen – Andalusien ist nicht nur die südlichste Region Europas, sondern auch eine der schönsten. Von schneebedeckten Dreitausendern der Sierra Nevada bis hin zu sonnenüberfluteten, subtropischen und vulkanischen Küstenregionen mit paradiesischen Stränden – Andalusien hat viele Gesichter.

Schmelztiegel zwischen Orient und Okzident

Der Reiz Andalusiens macht vor allem die spannende Geschichte der Region aus. Andalusien war jahrhundertelang Grenzland zwischen zwei Religionen, dem Christentum und dem Islam. Römer, Mauren, Araber und andere Völker ließen hier eine einzigartige Kulturlandschaft entstehen. „Al Andalus“ nannten die Araber ihr Reich, das sie ab dem 8. Jahrhundert auf der Iberischen Halbinsel schufen. Kirchen, die einst Moscheen waren, prunkvolle Paläste, arabische Badehäuser, blumenreiche Gärten und strahlend weiße Bergdörfer, die noch immer die ausgedörrte Landschaft prägen – das ästhetisch und kulturell faszinierende Kulturerbe zeigt sich hier überall.

10 Highlights in Andalusien

1. Sevilla

Die quirlige Hauptstadt Andalusiens sprüht nur so vor Lebensfreude. Alleine der Name „Sevilla“ klingt wie Musik in den Ohren. Die wohl schönste Stadt Spaniens begeistert mit einer malerischen Altstadt, prächtigen Bauwerken aus der Maurenzeit und der größten Kathedrale der iberischen Halbinsel. Sevilla ist ganz genauso wie man es sich vorstellt: In den engen Gässchen und auf den historischen Plätzen herrscht zu jeder Tageszeit buntes Treiben und im historischen Zentrum der Stadt gleicht einem riesigen Freilichtmuseum – eine Sehenswürdigkeit folgt auf die nächste. Die unbestrittene Hauptsehenswürdigkeit in Sevilla ist der pompöse Königspalast Alcazar. Keinesfalls verpassen sollte man auch das Wahrzeichen Sevillas, den Glockenturm La Giralda. und die gotische Kathedrale Santa María de la Sede. Ein weiteres Muss bei einem Sevilla-Besuch ist der beeindruckende Plaza de España. Wer an den mit bunt bemalten Kacheln verzierten Wänden des 50.000 Quadratmeter großen Platzes entlang geht, kommt sich vor wie in einem Märchen.

Weitere Highlights:

  • Las Setas
  • Maria Luisa Park
  • Stadtviertel Triana
  • Archäologisches Museum
  • Museo del Baile Flamenco
  • Alameda de Hercules
  • Plaza de Toros
  • Baños Arabe

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2. Granada

Du willst den Zauber aus Tausendundeiner Nacht spüren? Dafür musst du nicht unbedingt in den Orient reisen, denn das vibrierende Granada entführt dich unweigerlich in eine faszinierende arabische Welt. Granada ist die letzte Stadt, die 1492 durch die katholischen Könige von den Mauren zurückerobert wurde. Und wer sie besucht, fühlt sich fast wie auf einer Zeitreise: Die schmalen Gässchen, verwunschenen Gärten und mittelalterlichen Bauwerke versetzen einen unweigerlich in längst vergangene Jahrhunderte zurück. Absolutes Must-See in Granada: Der etwa 13 Hektar große Sultanspalast Alhambra, dessen Mauern im Licht der Tageszeiten in den verschiedensten Rottönen leuchten und der deshalb auch die „rote Zitadelle“ genannt wird. Prächtige Wasserspiele, bunt verzierte Kacheln und islamische Ornamentik schmücken die Burganlage, deren Terrassen, Höfe und Paradiesgärten über und über mit Magnolien, Granatbäumen oder Rosen bestückt sind.

Weitere Highlights:

  • Kloster Monasterio de San Jerónimo
  • Alte arabische Bäder
  • Aussichtspunkt Mirador de San Nicolas
  • Corral de Carbon
  • Kathedrale von Granada
  • Carmen de los Martires
  • Plaza de Toros
  • Sacromonte
  • Stadtviertel Albaicín
  • Königliche Kapelle
  • Das Karthäuser-Kloster „Monasterio de la Cartuja“
  • Kloster Santa Isabel

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3. Málaga

Málaga ist eine Stadt zum Verlieben: Die Küstenmetropole hat nicht nur wahnsinnig schöne Strände, Festungen, ein Meer von Kirchen und Kultur zu bieten, sondern auch unglaublich viel Charme. Die Geburtsstadt des Malers Pablo Picasso beherbergt gleich mehrere hochkarätige Museen und ist damit zu einer modernen Kunstmetropole und einem wichtigen Ziel für Kulturtouristen avanciert. Die zweitgrößte Stadt Andalusiens glänzt mit 37 Museen, von denen sich die meisten im historischen Zentrum befinden. Málagas wohl berühmteste Sehenswürdigkeit ist die imposante Festungsanlage Alcazaba, die über der Altstadt thront und von der aus man einen fabelhaften Ausblick auf die Stadt hat. Ausflugstipp: Der Caminito del Rey, ein alter Wanderweg aus dem 20. Jahrhundert in der Gegend El Chorro, der durch mehrere hundert Meter tiefe Schluchten führt.

Weitere Highlights:

  • Römisches Theater
  • Málaga Kathedrale
  • Alcazaba und Gibralfaro
  • Paseo de España
  • Botanischer Garten La Conception
  • Centre Pompidou
  • Carmen Thyssen Museum
  • Malaga’s Centre of Contemporary Art

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4. Córdoba

Córdoba galt vor tausend Jahren als „Mekka des Westens“. Und die beeindruckende Moschee-Kathedrale Mezquita – seit 1984 UNESCO-Weltkulturerbe – erinnert bis heute daran. Mit ihren gestreiften Bögen und den unzähligen Goldmosaiken verzierten Gebetsnischen und dem Mix aus westlicher und arabischer Architektur zieht die Perle des alten Maurenreichs jeden Besucher unweigerlich in ihren Bann. Das Wahrzeichen der drittgrößten Stadt Andalusiens ist die Puente Romano, ein Meisterwerk römischer Baukunst. Das Museo de Julio Romero de Torres, der Palacio de Viana und das jüdische Viertel La Judería solltest du ebenfalls auf keinen Fall verpassen bei einem Besuch in Córdoba. Extratipp für Spa-Fans: In Córdoba gibt es die Möglichkeit, die Urmutter des Wellness zu besuchen: Das Hammam Al Andalus.

Weitere Highlights

  • Römisches Theater
  • Patio de los Naranjos
  • Alcázar de los Reyes Cristianos
  • Historisches Zentrum
  • Calahorra Brücke
  • Medina Azahara

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5. Ronda

Atemberaubend präsentiert sich das wohl berühmteste Dorf der „Pueblos Blancos“, den weißen Dörfer Andalusiens: Ronda liegt auf einem rundum steil abfallenden Felsplateau, das beeindruckend Ausblicke bietet: Von der berühmten Steinbrücke Puerto Nuevo zum Beispiel, die 120 Meter über der Schlucht El Tajo über den Felsen schwebt und die Alt- und Neustadt miteinander verbindet. In dem malerischen Ort hat übrigens auch der deutsche Dichter Rainer Maria Rilke Inspiration gefunden und hat gleich einige Monate hier gelebt. Liebevoll nannte er Ronda „die geträumte Stadt“. Kein Wunder, denn die wunderschöne Stadt, in der die Häuser mit den Felsen verschmolzen zu sein scheinen, ist wirklich etwas ganz Besonderes. Außerdem sehenswert: Die Ruinen der Arabischen Bäder Baños Arabes und die umliegende Landschaft. Ronda befindet sich übrigens in den Bergen des Hinterlandes der Costa del Sol, nur eine Fahrtstunde von Málaga entfernt.

Weitere Highlights:

  • Plaza de Toros
  • Palacio de Mondragón
  • Palacio del Rey Moro
  • La Mina
  • Plaza Duquesa de Parcent
  • Jardines de Cuenca
  • Mirador de Aldehuela
  • Balcón del Coño

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6. Sierra Nevada

Im Hinterland der Costa del Sol eröffnet sich eine Naturlandschaft, wie sie sonst nirgendwo in Andalusien zu finden ist: Die Sierra Nevada, Andalusiens über 3.000 Meter hohe Bergkette bildet mit ihren schneebedeckten Gipfeln eine einzigartige Kulisse. Hier erheben sich die höchsten Berge des spanischen Festlandes. Nach den Alpen ist die Sierra Nevada das zweitgrößte Gebirge. Das 60 Kilometer lange Massiv ist in den warmen Monaten ein Paradies für Wanderer und Mountainbiker und im Winter ein Eldorado für Skifahrer und Snowboarder, die sich hier auf fast 40 Pisten austoben können.

7. Tarifa 

Die weißgetünchte Küstenstadt Tarifa ist an der Straße von Gibraltar gelegen und mit ihrem ganzjährig starken Wind ein wahres Mekka für Wind- und Kitesurfer. Hipster-Cafés und stylische Boutiquen, Restaurants und Bars – der coole Surfer-Vibe zieht sich durch die ganze Stadt. In Tarifa trifft der Atlantik auf das Mittelmeer und deshalb lassen sich hier mit etwas Glück sogar Delfine, Wale oder auch Orcas beobachten. Tagesausflugstipp: Tarifa befindet sich direkt gegenüber von Marokko. Wenn du also einmal den afrikanischen Kontinent betreten möchtest, kannst du in ca. 45 Minuten mit der Fähre die marokkanische Stadt Tanger erreichen.

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8. Gibraltar

Ebenfalls nur wenige Kilometer vom afrikanischen Kontinent entfernt liegt das britische Überseegebiet Gibraltar. Die Halbinsel ist der südlichste Punkt Spaniens und ein beliebtes Ziel bei Andalusien-Urlaubern. Rote Telefonzellen, Bobbys und Fish & Chips an jeder Ecke – das britische Flair auf dem Felszipfel ist deutlich spürbar. Der Affenfelsen, mit den ursprünglich aus Marokko stammenden Berberaffen ist sicherlich die Hauptattraktion von Gibraltar. Der Upper Rock ist ein Naturpark, der gigantische Tropfsteinhöhlen beherbergt und einen sagenhaften Ausblick über die Meeresenge von Gibraltar bietet.

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9. Wüste von Tabernas

In Andalusien befindet sich die einzige Wüste Europas: die „Desierto de Tabernas“ in der Provinz Almería. Ausgetrocknete Dünenlandschaften, erodierte Hügel, Canyons und tiefe Schluchten – wie auf dem Mars, nur schöner sieht es hier aus. Mehr als 3.000 Sonnenstunden im Jahr und unberührte Natur – die Wüste von Tabernas ist ein absolutes landschaftliches Highlight der Costa del Sol. Über 270 Filme (unter anderem „Lawrence von Arabien“, „Game of Thrones“, „Spiel mir das Lied vom Tod“ oder „Indiana Jones und der letzte Kreuzzug“) wurden im Mini-Hollywood gedreht.

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10. Die Strände der Costa de la Luz und Costa del Sol

 

Andalusien hat rund 1.000 Küstenkilometer zu bieten: bleibt nur noch eine Frage: Atlantik oder Mittelmeer? Während die Mittelmeerküsten Costa del Sol und Costa de Almería eine typisch mediterrane Landschaft umgibt, ist die wildromantische Atlantikküste Costa de la Luz vor allem von Sanddünen, zerklüfteten Felsen und starken Winden geprägt – und bietet so perfekte Bedingungen für Surfer. Zu den schönsten Stränden in Andalusien gehören beispielsweise der Playa de Mónsul in San José, der Playa de Bolonia in Tarifa, der Playa de Maro in Málaga, der Playa Cabopino in Marbella, der Strand im Doñana Nationalparks bei Huelva oder der Playa de Los Caños de Meca bei Barbate.

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Die beste Reisezeit

Dank des milden Klimas ist Andalusien fast das ganze Jahr ein beliebtes Reiseziel. Die beste Reisezeit ist allerdings von April bis Juni und von September bis Oktober.

Bildquellen: Lidl Reisen/ Pixabay/evamp/Simon Lehmann/Campunet;  Unsplash/Michal Mrozek

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