Bonaire – Flamingos, Schildkröten und Aussteiger

Bonaire ist ein wahres Paradies

Wer träumt nicht von der Karibik und möchte bei Palmen, Strand und Cocktail sein Leben genießen?

Einige Klischees erfüllt die kleine Insel Bonaire, die zu den Niederländischen Antillen gehört und mit Aruba und Curacao die ABC-Inseln bildet.

BonaireAls Sondergemeinde im Königreich der Niederlande ist sie noch immer eng mit dem Mutterland verbunden, was insbesondere bei der Übertragung von niederländischem Fußball in der Hauptstadt Kralendijk auffällt. Auch sonst leben viele Aussteiger hier und neben Englisch ist Niederländisch die meist gesprochene Sprache auf der Insel – nicht nur zu den Ferienzeiten.

Was die Niederländer schon immer wussten, wissen deutsche Gäste seit 2018, als die Bachelorette ihr Dreamdate auf Bonaire hatte. Seitdem gibt es kaum ein Kreuzfahrtschiff, was an der Insel vorbeifährt. Doch die Kreuzfahrttouristen kommen selten an den schönen Sandstrand Boca Slaagbay, denn dieser liegt hoch im Norden im Washington Slagbaai Nationalpark.

Südlich davon liegt die älteste Siedlung der Insel Rincon, eingebettet in einem fruchtbaren Tal zwischen Hügeln und somit gut geschützt vor Piraten. Heute zieht der Ort die Touristen insbesondere als Eingang zum Nationalpark und wegen der einzigen Destillerie der Insel an. Doch trotzdem leben die Bewohner hier noch immer sehr ruhig.

Ein wahres Paradies für Taucher

Aktiver wird es am Strand. Der Süden der Insel dient der Salzgewinnung, neben dem Tourismus eine der Haupteinnahmequellen. Hier finden sich lange Strände mit guten Windverhältnissen für Sufer und Kiter. Anfänger tummeln sich eher im Südosten in der Lac Bay: eine flache Lagune, die auch Schwimmer und Sonnenbeter anlockt, da sich hier einer der wenigen langen Sandstränden der Insel befindet.

Doch wieso ist Bonaire dann ein Wasserparadies? Dies liegt wohl an der Unterwasserwelt! Die Insel ist umgeben von einem wunderschönen Riff. Seit 1979 schützt der Bonaire Marine Park dieses einzigartig intakte Riff und zieht so jährlich etwa 50.000 Tauch- und Schnorcheltouristen an. Da fast alle Tauchplätze vom Strand aus erreichbar sind und man schon nach wenigen Metern von kunterbunten Fischen umgeben ist, ist die Insel ein absolutes Tauchparadies. Aber auch Schnorchler kommen hier auf ihre Kosten. Denn nicht selten sieht man Schildkröten und Delphine bis fast an den Strand kommen und sich von nichts aus der Ruhe bringen lassen.

Turbulenter geht es in der Hauptstadt zu. Ziemlich in der Inselmitte gelegen, befindet sich Kralendijk: Hier legen Kreuzfahrtschiffe an, hier befinden sich hübsche Boutiquen, Souvenirgeschäfte und Restaurants. Doch wenn die Kreuzfahrtschiffe ablegen, beginnt das eigentliche Inselleben. Die Einwohner finden sich an der Promenade ein und sitzen gemütlich plaudernd zusammen, während man den Schiffen hinterher blickt. Die Restaurants schalten die Lautsprecher an und auf dem Marktplatz wird zu Salsa-Musik getanzt. Dann beginnt der eigentliche Zauber der Insel.

 

Bildquellen: Jessica Stein; Shutterstock/ Natalia Barsukova

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