Fes: Ein Streifzug durch die älteste Sultansstadt Marokkos

Fes

Fes ist immer noch ein echter Geheimtipp: Die älteste der vier Königsstädte Marokkos gilt zwar als das religiöse und kulturelle Zentrum des Landes – nirgends gibt es mehr Moscheen (über 350 gibt es alleine in der Medina) und Koranschulen – gleichzeitig aber auch als eine der am meisten unterschätzten Städte der Welt.

Die Schönheit dieser reizenden Stadt ist oft erst auf den zweiten Blick ersichtlich: Hinter teilweise unscheinbaren Fassen verbergen sich Schätze wie das weltberühmte Färberviertel, prächtige Bauen und wunderschöne Islamschulen. Wir nehmen dich mit auf einen kleinen Streifzug durch Fes im Nordosten von Marokko.

Streifzug durch FesSouks

Hier lebt der Orient: Die Medina von Fes aus dem 9. Jahrhundert ist die größte mittelalterliche Altstadt der Welt und gleicht mit über 9.0000 Gassen einem riesigen bunten Labyrinth – sich zu verirren gehört also zum Erlebnis mit dazu. Die Häuser sind alle traditionell gebaut und überall sind kleine Handwerksbetriebe zu sehen, dazwischen immer wieder kleine Cafés, Shops, Restaurants und Moscheen. Umgeben ist das historische Zentrum von Fes von einer 15 Kilometer langen Stadtmauer mit zwölf beeindruckenden Toren.

Medersa Attarine

Mitten im Trubel von Fes befindet sich die Medersa Attarine, eine ehemalige Koranschule, die 1325 gegründet wurde. Aufwändige Stuckarbeiten und Holzschnitzereien, prunkvolle Kronleuchter und orientalische Ornamente – das dekorative Zusammenspiel verschiedener Materialien, gemixt mit einem facettenreichen Formenrepertoire macht optisch ganz schön etwas her.

Gerberviertel

In Fes wird Leder hergestellt und zwar nach jahrhundertalter Tradition. Die marokkanische Königsstadt ist bekannt für ihr Gerberviertel „Chouara Tannerie“. Der gesamte Ort, an dem das Leder entsteht, versteckt sich hinter Häuserblocks von Lederhändlern und Taschengeschäften. In unzähligen Lehmbecken, die einem riesigen Farbmalkasten gleichen, werden hier zum Färben ausschließlich natürliche Gerbstoffe wie Koriander, Safran oder Kastanienrinde verwendet. Für die beste Aussicht geht man übrigens am besten auf die Terrasse eines der Ledershops.

 

 

Streifzug durch FesBab Bou Jeloud

Die meisten Besucher betreten die Medina durch das Blaue Tor (Bab Bou Jeloud), dem Wahrzeichen von Fes. Das alte Stadttor mit seinen in der Mittagssonne blau und grün schimmernden Mosaiken wurde 1913 von den Franzosen während der Besetzung Marokkos im maurischen Stil errichtet und ist ein Musterbeispiel für den orientalischen Städtebau – und ein beliebtes Fotomotiv der Stadt.

Royal Palace

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Fes zählt auch der im 17. Jahrhundert erbaute Königspalast „Dâr el-Makhzen“, der König Mohammed VI. als Sommerresidenz dient. Mit seiner beeindruckenden Fassade und dem imposanten Eingangstor ist der Palais Royal ein absolutes Highlight im jüdischen Viertel. Allerdings muss man sich hier mit einem Blick von außen begnügen, denn der Zugang zum Palastinneren und zu den Gärten ist Besuchern leider nicht gestattet.

Fondouk el Nejjarine

Die alte Karawanserei aus dem 18. Jahrhundert zählt zu den prächtigsten Gebäuden von Fes und ist heute ein Museum für Volkskunst und Holzarbeiten. Hier kann man sich von der Handwerkskunst der heimischen Werker beeindrucken lassen und den Ausblick auf die Medina von Fes von der Dachterrasse aus genießen.

Hotels in Fes

Hier kannst du übrigens sehen, wie unsere Mitarbeiterin Leonie Fes und Meknes erlebt hat:

Leonies komplette Reise durch das zauberhafte Marokko und was sie bei ihrer Rundreise noch so alles erlebt und entdeckt hat, erfahrt ihr in unserem neuen Format: Lidl Mitarbeiter entdecken die Welt.

Bildquellen: Unsplash / Vince GX 697994  /Tyler Hendy/ El Carlito/Carlos Ibanez

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