Hoch hinaus: Die 7 schönsten Wandertouren im Zillertal

Zillertal, Alpen, Berge

Duftende Almwiesen mit saftigem Grün, klare Gebirgsbäche und ein atemberaubendes Alpenpanorama – jeder, der eine Auszeit vom Alltragstrubel braucht, kann im Zillertal bei Spaziergängen, einfachen Wandertouren oder anspruchsvolleren Bergtouren den Stress ganz einfach hinter sich lassen. 

1. Spaziergänge durch die Seitentäler

Es muss nicht immer in die Höhe gehen, denn die vielen Seitentäler sind ideal für leichte Spaziergänge. So kann man beispielsweise ab Gmünd durch das Wimmertal immer entlang des Wimmerbachs laufen. Ein weiterer schöner Spaziergang kann entlang des Salzach auf dem liebevoll gestalteten Quellenweg unternommen werden, auf dem an verschiedenen Stationen am Wegesrand viele interessante Informationen rund um das Thema Wasser aufgebaut sind.

Geheimtipp: Auf dem Weg zum Zillergründl übersehen die meisten Wanderer das schöne Seitental des Sundergrunds. Da der Privatweg für Radfahrer gesperrt ist, kann man hier sehr herrlich und entspannt das Tal durchwandern bis zur Jausenstation Kainzerhütte, die von einer südtiroler Familie im Sommer bewirtschaftet wird und wo ein kleiner Plausch mit der über 80jährigen Oma inbegriffen ist.

2. Besteigung der atemberaubenden Gerlossteinwand – nicht nur für Profis

Imposant erhebt sich die Gerlossteinwand über dem Ort Gerlos. Von hier startet die Bergbahn hoch auf die Bergstation. Alternativ kann man auch mit dem privaten Auto über die mautpflichtige Bergstraße zur Bergstation hochfahren und ist so unabhängig von den Fahrtzeiten der Gondel. Von hier aus kann man auf zwei Wegen den Gipfel erklimmen: Für ungeübte und Neu-Wanderer empfiehlt sich der längere, aber sanftere Aufstieg über die Ostseite, während geübtere Wanderer die kürzere aber deutlich steilere Wanderung über die Westseite nehmen können. Der Blick entschädigt auf jeden Fall alle Strapazen, die man auf sich genommen hat.

3. Tagestouren durch die Alpen

Es gibt viele schöne Tagestouren durch die Alpen, bei denen man direkt vom Tal aufsteigt oder mit der Bahn die ersten Höhenmeter überwindet. In den Tourismusbüros erhält man den kostenlosen Wanderpass, auf dessen Karte alle Gipfel und Hütten aufgeführt sind. Ein Begleitheft hilft bei der Planung der nächsten Tour. Auf jeder erreichten Hütte kann man einen Stempel für den Wanderpass sammeln und bereits nach fünf Stempeln erhält man das Bronzeabzeichen.

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4. Gipfelstürmer – es muss nicht immer ganz hoch sein

Die höchsten Gipfel des Zillertals erstrecken sich hauptsächlich an der Grenze zu Südtirol und sind meistens nur als Mehrtagestouren von geübten Bergsteigern erreichbar. Wer trotzdem dem Himmel näher kommen will, kann sich auf den Ahornspitz wagen.

Ab Mayrhofen fährt die Ahornbahn, die Wanderer auf 1.965 Meter bringt. Von hier aus erreicht man die Edelhütte auf 2.238 Meter in eineinhalb Stunden, wo man sich noch mal für den letzten Aufstieg stärken kann. Das Gipfelkreuz auf 2.960 Meter erreicht man dann in weiteren zweieinhalb Stunden – je nach Laufgeschwindigkeit und Kondition.

5. Auf nach Südtirol

Vom Schlegeisspeicher aus gelangt man auf einem „Kinder-Wanderweg“ nach Südtirol zum Pfitscherjochhaus. Da die Strecke recht gut ausgebaut ist, ist sie sowohl für ältere Wanderer und Familien mit Kindern geeignet, als auch für Mountainbiker. Wer den Weg noch in Ruhe genießen will, sollte daher möglichst früh aufbrechen, dann kann man auch noch Murmeltierfamilien beim Frühstücken beobachten.

6. Touren in die Vergangenheit

Es gibt verschiedene Hütten, die noch das Gefühl einer Zeitreise vermitteln. Eine davon ist die urige Karlalm, die man ab Mayrhofen erreichen kann. In mitten der grünen Bergwiese und oft unter den wachsamen Augen der Kühe kann man einen sehr leckeren Kaiserschmarrn oder selbstgebackenes Brot mit selbst hergestelltem Käse genießen und sich dabei mit dem alten Bauern unterhalten, der auch noch im hohen Alter die Sommermonate zusammen mit den Kühen und Kälbern auf der Hütte verbringt. Wer nicht gleich wieder zurück nach Mayrhofen möchte, kann seine Tour über die Alte Kotahornalm bis zur Bergstation Gerlos verlängern und von hier aus mit der Bergbahn hinab nach Heizenberg fahren, von wo aus der Bus zurück nach Mayrhofen fährt.

7. Der Speichersee Zillergründl

Von Mayerhofen gelangt man über die mautpflichtige Straße bis zum Bärenbad. Hier steigt man in den Bus um und gelangt auf 1.850 Meter Höhen zum Speichersee Zillergründl. Von hier aus kann man entlang des Sees bis urigen Jausenstation „Klein Tibet“ spazieren oder sich für den anstrengenderen Aufstieg auf die Plauener Hütte (2.363 Meter) entscheiden. So oder so: je nach Sonnenlicht verändert sich der Blauton des Zillergründl und lässt Wanderer immer wieder zum Fotoapparat greifen.

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Bildquellen: Lidl-Reisen, Unsplash/Eberhard Grossgasteige

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