Inspiration und Abenteuer: Die schönsten Reisebücher für Weltenbummler

Reisebücher
Wohin wir uns bewegen: Reiseliteratur lässt uns träumen und gedanklich in die Ferne schweifen

Einmal um die Welt im Lieblingssessel: Bücher können nachdenklich machen, Gefühle auslösen und uns einen Vorgeschmack darauf geben, was uns auf unseren Reisen erwartet.

Für alle Abenteurer mit einem Faible für Literatur kommt hier unsere Fernweh-Bewältigung in Buchform zum Träumen, Staunen, Schmunzeln und Reisen planen.

Reiseliteratur

1. One Year on a Bike: From Amsterdam to Singapore, Martijn Doolaard

Ein Mann, ein Fahrrad, ein Abenteuer: Spontan warf der Designer und Fotokünstler Martijn Doolaard seinen Agenturjob hin, verabschiedete sich von seiner Familie und fuhr 16.000 Kilometer seinem Fahrrad durch die Welt, ohne Route und ohne Ziel. Seine Reise führte ihn von Amsterdam bis nach Singapur und darüber hat er ein Buch geschrieben. In einem Jahr bereiste der Niederländer 18 Länder und lernte dabei sich und die Menschen neu kennen. Ein spannendes Reisebuch über die schönen und weniger schönen Momente des langsamen Reisens.

2. Unterwegs, Jack Kerouac

Der Kultroman „Unterwegs“ von Jack Kerouac, der 1957 veröffentlicht wurde, gilt als einer der wichtigsten Texte der Beat Generation. Atemlos erzählt der amerikanische Schriftsteller in seinem autobiografischen Roman von seiner Reise durch die USA und Mexiko auf der Suche nach Glück, Freiheit und der großen Liebe, die Generationen von Lesern weltweit elektrisierte und beeinflusste. In Poesie getränkte Augenblicke einer Reise, die einen nicht mehr loslassen.

3. Couchsurfing im Iran, Stephan Orth

Als Couchsurfer reist der Journalist Stephan Ort zwei Monate lang quer durch den Iran, was offiziell eigentlich verboten ist. Er schläft auf Dutzenden von Perserteppichen, hat Wohnzimmer-Dates mit Großfamilien und feiert Bikini-Partys in streng religiösen Städten. Dabei entstanden ist ein wunderbares Buch über ein faszinierendes Land: Orth erzählt so euphorisch von dem bunten, rebellischen Leben im Iran und von der Gastfreundschaft und Herzlichkeit der Menschen, dass man dich unweigerlich dabei ertappt, über eine Reise in das Land der vielen Widersprüche im Orient nachzudenken.

4. Globus Dei: Vom Nordpol bis Patagonien. Ein Expeditionsroman, Helge Schneider

Im Kopf einmal rund um den Globus: Um vor seinem 50. Geburtstag noch etwas zu erleben, hat sich Helge Schneider auf eine Weltreise begeben – und seine Heimat in Mühlheim an der Ruhr dafür nicht einmal verlassen. In Globus Dei erzählt das Universaltalent in typischer Helge-Schneider-Manier von seiner spannenden Reise ins Innere: Einem gedanklichen Reiseabenteuer vom Nordpol bis Patagonien. Vorbereitet für seinen Expeditionsroman hat er sich der positiv verrückte Tausendsassa übrigens in der Gefriertruhe.

5. Tschick, Wolfgang Herrndorf

Der Abenteuerroman von Wolfang Herrndorf erzählt von zwei jugendlichen Außenseitern aus Berlin, die zu Beginn ihrer Sommerferien ausreißen, um sich mit einem gestohlenen Lada auf den Weg durch Ostdeutschland in Richtung Walachei zu machen. Eine Reise voller Umwege und Überraschungen, unvergesslich wie die Flussfahrt von Tom Sawyer und Huckleberry Finn. Eine spannende Reise, ein spannendes Buch.

6. Fliegen ohne Flügel, Tiziano Terzani

Aufgrund der Warnung eines chinesischen Wahrsagers vor einem Flugzeugabsturz beschließt der Asienkorrespondent des SPIEGELS ein ganzes Jahr mit allem zu reisen, was keine Flügel hat. Mit seinem selbstauferlegten Verzicht zu fliegen ist ein Buch entstanden, das uns einen faszinierenden Einblick in die spirituelle Welt Asiens gewährt und Lust auf Entschleunigung macht.

7. Der Jesus vom Sexshop: Stories von unterwegs, Helge Timmerberg

Helge Timmerberg, den man bedenkenlos auch als Karl May des 21. Jahrhunderts bezeichnen kann, ist seit 40 Jahren in der Welt unterwegs. In „Der Jesus vom Sexshop: Stories von unterwegs“ erzählt er unter anderem von Kamelritten durch die marokkanische Wüste, wie er in den Amazonas beinahe von einem Jaguar gefressen wurde und wie Hunter. S. Thompson ihm seine große Liebe ausspannen wollte. Ein Reiseroman, der seinesgleichen sucht – lebensklug, witzig und vor allem: spannend. Beste Unterhaltung von der ersten bis zur letzten Seite.

Reisebücher

8. Das Café am Rande der Welt, John Strelecky

John Strelecky war Werbemanager, arbeitete viel und war stets in Eile. Bis ein kleines Café im Nirgendwo zum Wendepunkt seines Lebens wird. Die Fragen nach dem Sinn des Lebens führen ihn auf eine Reise weg von der Vorstandsetage an den Strand von Hawaii – und schließlich zum eigenen selbst. Ein ebenso lehrreiches wie bewegendes Buch. Absolut lesenswert!

9. Der Alchimist, Paolo Coelho

„Der Alchimist“ ist ein Buch, das um die Welt ging. Zu Recht. Denn das Märchen über einen andalusischen Hirten, der sich nach einem wiederkehrenden Traum auf die Reise ins ferne Ägypten begibt, um dort einen Schatz suchen, ist nicht nur wunderschön und bildhaft geschrieben, sondern bietet viele Einsichten für das eigene Leben.

 

Bildquellen: Unsplash/Charisse Kenion/Patrick Tomasso/Thought Catalog/Dakota Corbin

Weitere Beiträge dieses Autors