Lidl-Mitarbeiter entdecken die Welt: Janinas Peru- & Bolivien-Rundreise

Die Inkastadt Machu Picchu in den Anden zählt zu den Sieben Weltwundern der Neuzeit

Die beiden Andenländer Peru und Bolivien sind das absolute Paradies für Wanderer, Naturfans und Kulturliebhaber. Dichte Regenwälder, mystische Ruinenstätten und eine jahrtausendealte Kultur – diese beiden außergewöhnlichen Länder überzeugen mit einer Vielzahl ganz besonderer Highlights. 

Unsere Lidl-Reisen-Mitarbeiterin Janina hat sich auf eine Rundreise nach Peru und Bolivien begeben, um unter anderem den majestätischen Machu Picchu zu erkunden sowie den magischen Titicacasee und die quirlige Metropole Lima zu entdecken. Was sie dabei erlebt hat, hat sie uns im Interview verraten.

1. Was war dein erster Eindruck, als du in Lima gelandet bist?

Zunächst war ich überrascht, wie europäisch Lima anmutet. Bisher bin ich vor allem nach Asien gereist und habe einen ähnlichen „Kulturschock“ erwartet, der blieb in Lima aber aus. Außerdem ist Lima unglaublich vielfältig. Neben dem kolonialen Baustil im Zentrum finden sich auch hippe Viertel – wie das Barranco District – voller Street Art, Hippies und Künstler. Und das Beste: Die peruanische Hauptstadt grenzt mit ihrer Steilküste direkt an das Meer. In Peru rollt regelmäßig die längste Welle der Welt heran und Lima eignet sich vor allem für Anfänger hervorragend zum Surfen, was für mich als Surferin natürlich seinen besonderen Reiz hat. 

2. Was war dein persönlicher Lieblingsort auf deiner Rundreise?

Wir haben so viele tolle Orte besucht, dass sich das kaum beantworten lässt. Wenn ich mich aber tatsächlich entscheiden muss, würde ich wahrscheinlich Cusco in Peru wählen. Cusco ist eine wunderschöne Stadt auf 3.400 Meter Höhe, die Architektur ist ein Mix aus Inka- und Kolonialbauten. Man kann stundenlang in den kleinen Gassen schlendern, einheimischen Künstlern in ihren Ateliers einen Besuch abstatten und schöne Souvenirs wie Waren aus Alpakawolle erstehen. Außerdem hat Cusco eine tolle Gastronomie-Szene mit individuellen Restaurants und Cafés, dem besten Kaffee in Peru, einen Food-Market und viele Healthy-Food-Angeboten. Cusco selbst bietet tolle Sehenswürdigkeiten wie beeindruckende Inka-Stätten und eine hervorragende Ausgangslage für Ausflüge in die Umgebung wie auch nach Machu Picchu.

3. Was waren die Natur-Highlights auf deiner Reise?

Auf jeden Fall das Erreichen extremer Höhe – wir kamen bis auf ca. 4.700 Meter Höhe. Auf den Hochebenen lassen sich riesige Herden von Lamas, Alpakas und Vicunas beobachten – Vicunas sind noch kleiner als Alpakas und geben die feinste und wertvollste Wolle ab. Generell trifft man immer wieder auf die Anden, so ist beispielsweise die Stadt Arequipa von bis zu 6.000 Meter hohen Vulkanen gesäumt. Mit ihren schneebedeckten Gipfeln bilden sie eine atemberaubende Kulisse hinter der Stadt. In Bolivien gehörte außerdem der Titicaca-See zu den Natur-Highlights. Besonders schön war hier der Besuch auf den schwimmenden Seegras-Inseln der Uros.

4. Wann ist die beste Reisezeit für Bolivien und Peru?

Die sich in beiden Ländern überschneidende Trockenzeit geht von Juni bis September und gilt als die beste Reisezeit. Die Regenzeit fällt in den Zeitraum von Dezember bis März. Wir haben die Rundreise im Oktober/November durchgeführt und hatten tolles Wetter. Generell ist es ratsam, immer mehrere Schichten Kleidung zu tragen bzw. dabeizuhaben. Aufgrund der Höhe kann es schnell kühl werden. Die Sonne brennt jedoch auch sehr stark, weswegen immer ein sehr hoher Sonnenschutz zu empfehlen ist. Kleiner Tipp: am besten von zu Hause mitbringen, wir haben in Bolivien kaum wirksame Alternativen gefunden.

5. Was sind deine Top-Souvenir-Empfehlungen?

Peru und Bolivien sind berühmt für Kleidungsstücke aus Alpakawolle, wie beispielsweise Pullover oder Schals. Gerade in Cusco finden sich tolle Designer und auch Outlets mit teilweise deutlich günstigeren Preisen. Auch Kunsthandwerk lässt sich vor allem in Cusco günstig erstehen. Wer etwas skurrilere Souvenirs sucht, sollte unbedingt den Hexenmarkt in La Paz, Bolivien besuchen. Hier finden sich okkulte Gegenstände wie beispielsweise Amulette und Steinfiguren, die meist der Pachamama, also Mutter Erde, gewidmet sind. Wer nichts kaufen möchte, sollte sich dennoch Zeit nehmen, um über den Markt zu schlendern. Hier findet man einiges, was man so sicherlich noch nie gesehen hat.

6. Welche kulinarischen Highlights sollte man sich während seiner Reise auf keinen Fall entgehen lassen?

Die absoluten Klassiker und unbedingt zu probieren sind Ceviche und Pisco Sour. Ceviche – roher Fisch mit Limette, Salz und Chili – ist das Nationalgericht Perus. Gerade in der Küstenstadt Lima findet man hervorragendes Ceviche, das man unbedingt probieren sollte. Pisco Sour ist ein Cocktail auf Basis von Pisco, einem Traubenschnaps, der nach der Stadt Pisco in Peru benannt ist. Das säuerliche Getränk wird in allen Bars und Restaurants angeboten. Wer etwas experimentierfreudiger ist, kann Meerschweinchen probieren. Meerschweinchen gehören in den Anden zu den üblichen Nahrungsmitteln, es findet sich als „Cuy“ auf vielen Speisekarten.

7. Hast du einen persönlichen praktischen Tipp für eine Rundreise durch Bolivien und Peru?

Aufgrund der extremen Höhenunterschiede sollte man sich auf alle Wetterverhältnisse vorbereiten und neben T-Shirts auch eine Regenjacke und eine leichte Daunenjacke im Gepäck haben. Außerdem sollte man auf jeden Fall von Anfang an auf extrem hohen Sonnenschutz setzen und am besten eine Kopfbedeckung tragen. Beim Reisen in extreme Höhen ist es besonders wichtig, viel zu trinken und Zucker zu sich zu nehmen. Generell gilt: langsam machen und nicht hetzen, denn auf 4.000 Metern Höhe ist alles etwas anstrengender als sonst.

8. Must-Sees: Was sollte man auf einer Rundreise durch Peru und Bolivien auf keinen Fall verpassen?

Der Reiseverlauf war perfekt zusammengestellt und ich hätte auf keine der Stationen verzichten wollen. Absolute Must-Sees in Peru sind für mich aber auf jeden Fall Machu Picchu, Cusco und das Viertel Barranco in Lima. In Bolivien hat mich außerdem vor allem La Paz beeindruckt, die Stadt ist riesig und das Zentrum liegt wie in einem Kessel. Wenn man auf dem Hauptplatz steht und sieht, wie sich die Stadt die Hänge hochzieht, fühlt man sich wie in einem gigantischen Fußballstadion. Ein Geheimtipp ist sicherlich noch El Alto, die Nachbarstadt von La Paz. Hier wirkt Boliviens bekanntester Architekt Freddy Mamani und man kann seine sogenannte „neoandine Architektur“ in der Stadt bewundern. Besonders entspannt gelingt das bei einer Fahrt mit der Hochseilbahn.

9. Worin unterscheiden sich Peru und Bolivien?

Für mich ist Bolivien noch ursprünglicher als Peru. Hier kann man noch tiefer in die ursprüngliche Kultur eintauchen, denn hier spürt und sieht man, wie uralte Rituale immer noch Teil des Alltags der Menschen sind. So begegnet einem beispielsweise immer wieder der Glauben an Pachamama (Mutter Erde), dem über Amulette, Glücksbringer oder Opfergaben Ausdruck verliehen wird.

10. Was war der schönste Moment deiner Reise?

Schon seit meiner Kindheit wollte ich eines Tages unbedingt Machu Picchu besuchen. Man erreicht die Sehenswürdigkeit mit dem Bus und muss dann noch einige Treppen hochsteigen. Oben angekommen biegt man um die Ecke und plötzlich liegt einem die ganze Anlage zu Füßen. Dieser Moment war der schönste meiner Reise und wird für immer unvergesslich bleiben.

 

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Bildquellen: Lidl Reisen

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