Magisches Island: Entdecke eines der schönsten Länder der Welt

Island Reise

Wer von Island hört, ist verzaubert. Entweder war er schon einmal dort und ist zutiefst beeindruckt oder er träumt schon lange davon, einmal dorthin zu reisen. In keinem Land der Welt sind die Elemente Feuer und Eis so präsent wie hier: In Island haben Gletscher und Vulkane über die Jahrtausende die bizarrsten und schönsten Landschaftszüge erschaffen, die jeden Betrachter unweigerlich ins Staunen versetzen.

Die Insel zwischen Nordeuropa und der Arktis entwickelt sich immer mehr zum absoluten Trendreiseziel und steht bei vielen Weltenbummlern ganz oben auf der Liste. Einen Großteil seiner Popularität verdankt Island seiner einzigartigen Landschaft: Tosende Wasserfälle, aktive Vulkane, ausgedehnte Lavawüsten, tiefschwarze Strände und Fjorde bringen Naturliebhaber zum Träumen. Damit du auf deinem Island-Trip auch ja kein Highlight verpasst, haben wir für dich recherchiert und dir die wichtigsten Orte zusammengestellt, die dich garantiert zum Staunen bringen werden.

1. Reykjavik

Futuristische Glasbauten liegen unmittelbar neben kleinen bunten Häuschen, nur wenige Minuten entfernt: eine raue Vulkanlandschaft und dampfende Quellen – die kontrastreiche Hauptstadt Islands ist mit keiner anderen der Welt vergleichbar. Eine malerische Altstadt, hübsche Seen, Kirchen, Märkte, Shops und zahlreiche Museen – Reykjavik hat alles, was eine Metropole braucht. Auf deiner Islandreise solltest du also mindestens einen Tag einplanen, um die nördlichste Hauptstadt der Welt auszukundschaften. Sehenswürdigkeiten, die du in Reykjavik nicht verpassen solltest, sind: Die ungewöhnliche Kirche Hallgrímskirkja, das Höfði Haus, in dem Gorbatschow und Reagan das Ende des kalten Krieges einleiteten, die berühmte Metallskulptur Sæbraut, die Küstenstraße Ægisíða und natürlich den Hafen. In Reykjavik leben übrigens rund 123.000 Menschen, was rund 40% der isländischen Bevölkerung ausmacht.

2. Snæfellsnes Halbinsel

Nur 150 km von Reykjavik entfernt, befindet sich die wunderschöne Halbinsel Snæfellsnes, die auch „Island in Miniatur“ genannt wird. Das ist auch nicht weiter verwunderlich, denn hier folgt ein Postkartenmotiv dem nächsten. Auf kleinster Fläche gibt es hier Gletscher, Lavafelder, Krater, Wasserfälle, weiße und schwarze Strände, malerische Berge, Höhlen und hübsche Fischerdörfer zu sehen. Man braucht nur den Straßen Nr. 54 und 56 zu folgen, um sich auf atemberaubende Ausblicke entlang der schroffen Küste zu freuen. In Island gibt es drei Nationalparks und einer davon ist der Snæfellsjökull National Park – das absolute Highlight der Snæfellsnes Halbinsel, das man auf keinen Fall verpassen sollte. Ebenso wie die zwei beeindruckenden Felsformationen Londrangar, an denen sich zahlreiche Papageientaucher tummeln und der Kirkjufell, der als schönster Berg Islands bekannt ist.

3. Þingvellir National Park

Bei deiner Islandreise sollte dieser Nationalpark auf jeden Fall ganz oben auf der Liste stehen: Sanft gerundete Berge mit grünen Moos- und Grasteppichen, umgeben von schroffen Lava- und Geröllfeldern – nirgendwo sonst ist Geologie anschaulicher als an diesem besonderen Ort an der Nahtstelle zweier Kontinentalplatten. Der Þingvellir National Park, der von vier aktiven Vulkan-Systemen umgeben ist, ist der älteste Nationalpark Islands und gehört seit 2004 zum UNESCO-Weltkulturerbe. Riesige Wasserfälle, steile Wände aus dunklem Basalt und ein riesiger See: Der Park im Südwesten Islands ist absolut sehenswert. Insider-Tipp: Zwischen den Kontinentalplatten schnorcheln gehen.

4. Blaue Lagune

Nur eine halbe Fahrtstunde von Reykjavik entfernt, liegt eine der wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Landes: Die berühmte blaue Lagune auf der Halbinsel Reykjanes ist einmalig auf der Welt und ein absolutes Muss jeder Islandreise. Islands größter Freiluft-Whirlpool zählt nicht umsonst zu den 25 Weltwundern von National Geographic: Um einen herum steigen Dampfwolken auf, vor einem liegt das leuchtend blaue Thermalwasser sowie Gestein aus schwarzem Lava. Im Hintergrund die idyllische Landschaftskulisse, die einen unwillkürlich Raum und  Zeit vergessen lässt. Das mineralreiche Wasser des Thermalbads hat übrigens eine Temperatur zwischen 37 und 42 °C und ist somit zu jeder Jahreszeit zum Baden geeignet.

5. Landmannalaugar

Im südlichen Hochland Islands liegt diese landschaftliche Schönheit: Die malerisch schönen Berge von Landmannalaugar strahlen in den unterschiedlichsten Farbnuancen von Grün- über Ocker- bis hin zu Orange- und Pinktönen. Eingebettet von sogenannten Rhyolithbergen ist das farbeprächtige Landmannalaugar ein blubberndes Wunderland mit warmen Badequellen, klaren blauen Seen sowie riesigen Lavafeldern und Wasserfällen – die perfekte Ausgangslage für eine ausgiebige Wandertour. Dieses Juwel der isländischen Natur ist ein absolutes Must-See, das du dir nicht entgehen lassen solltest.

6. Geysire

Ein Spektakel der besonderen Art ist dieses Wunder der Natur: Die beeindruckenden Geysire. Mit einem lauten Knall und einem unglaublichen Druck aus der Erde kommen sie mehrere Meter nach oben geschossen. Die wichtigsten Geysire in Island sind unter anderem: Der große Geysir im Süden Islands, der allen anderen Springquellen ihren Namen verlieh und der Höhen von bis zu 30 Metern erreicht und alle paar Minuten ausbricht. Nicht zu vergessen der Strokkur oder der Gamla Laugin, die sich auf dem Golden Circle befinden.

7. Jökulsárlón Gletscherlagune

Von „James Bond“ bis hin zu „Tomb Raider“ – die magische Must-Visit-Sehenswürdigkeit im Südosten Islands diente schon einigen Filmen als Kulisse. Jökulsárlón ist mit etwa 18 Quadratkilometern die größte Gletscherlagune Islands. Hier zeigt sich Island von seiner schönsten Seite: Zwischen gewaltigen Eisbergen tummeln sich Robben und Boote schwimmen langsam durch die Lagune. Direkt gegenüber befindet sich übrigens der berühmte Diamond Beach. Das Besondere an diesem Strand sind die Eisschollen, die durch Ebbe und Flut aus der Jökulsárlón Gletscherlagune gespült werden und wie Diamanten in der Sonne auf dem schwarzen Sand funkeln.

8. See Mývatn

Kaum ein Ort in Island ist so magisch wie dieser: Bizarre Lavaformationen, atemberaubende Krater und sprudelnde Schlammtöpfe erinnern mehr an das fiktive Mordor aus „Herr der Ringe“ als an eine europäische Insel. Der Mývatn-See im Norden der Insel ist so faszinierend schön, dass er beinahe sprachlos macht. So ist es auch nicht weiter verwunderlich, dass die Grjótagjá-Höhle etwa als Schauplatz für die Szene zwischen Jon Snow und Ygritte für die Serie „Game of Thrones“ diente. Eindrucksvolle Wasserfälle, wundervolle Seeblicke, heiße Quellen, dampfende Geothermalfelder, Höhlen und Krater – der viertgrößte See im Norden Islands zählt nicht umsonst zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten des Landes.

9. Vatnajökull National Park

Die Natur hat die Gabe, ganz beeindruckende Schauplätze zu schaffen. Ein ganz besonderer ist der Vatnajökull National Park. Hier gehen Feuer und Eis Hand in Hand: Unter dem stellenweise bis zu einem Kilometer dicken Eis liegen hier zahlreiche aktive Vulkane verborgen. Fast märchenhaft wirkt die Landschaft mit den wunderschönen Gletscherseen und spektakulären Wasserfällen, die in prächtigen Türkis- und Blautönen in der Sonne schimmert. Wie an kaum einem anderen Ort, zeigt sich hier die Gegensätzlichkeit Islands am schönsten.

10. Reynisfjara Beach


Der schwarze Lavastrand Reynisfjara ist ein Ort voller dramatischer und wilder Schönheit: Mit seinen mystisch anmutenden Felsformationen und zahlreichen Vogelkolonien, die sich hier beobachten lassen, ist er ein wahres Naturwunder. Der besondere Strand liegt unweit von Vík, einem malerischen Küstendorf im Süden Islands, entfernt und zählt zu einem der Schönsten der Welt. Wer einmal am Leuchtturm des berühmten Vulkanstrands stand und den unglaublichen Ausblick auf die bizarren Felsen und das Meer genossen hat, kann dies bestimmt sehr gut nachvollziehen.

Island-Angebote

Wissenswertes über Island:

  • Island liegt auf der kontinentalen Naht zwischen Europa und Nordamerika
  • Island ist die größte Vulkaninsel der Welt und die zweitgrößte Insel Europas
  • Die Amtssprache ist Isländisch, mit Englisch kann man sich aber auf der ganzen Insel gut verständigen
  • Die Währung in Island ist die isländische Krone (1 Euro entspricht ungefähr 119 Kronen)
  • Für die Einreise braucht man als deutscher Staatsbürger für Island lediglich einen gültigen Personalausweis, der mindestens noch drei Monate gültig ist
  • Island ist das am dünnsten besiedelte Land Europas und Isländer gelten als die glücklichsten Menschen der Welt

Wie komme ich hin?

Reykjavik wird mittlerweile von einigen Airlines angeflogen. Neben Iceland Air gibt es auch noch die Fluggesellschaft Finnair, Scandinavian Airlines, Eurowings oder Lufthansa, die Island ansteuern.

Islands Tierwelt

Neben sagenhaften Naturlandschaften hat Island auch eine vielfältige Fauna zu bieten. Wenn im Frühjahr die Zugvögel auf die Vulkaninsel zurückkehren, brüten hier mehr als 200 Vogelarten. Die bekannteste davon ist der Papageitaucher, der in riesigen Kolonien auf dem Inselstaat lebt. Vor den Küsten tummeln sich rund 150 Fischarten, Robben, Delfine und Wale – und manchmal schaffen es sogar Eisbären ans Ufer Islands. Aber auch Polarfüchse und Nerze kann man hier beobachten und natürlich auch Islandpferde und Schafe, die überall präsent sind.

Die beste Reisezeit

Die beste Reisezeit für Island? Immer! Ob im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter – die Insel ist zu jeder Jahreszeit eine Reise wert. Der Sommer gilt allerdings als Hauptreisezeit und diese geht von Mai bis August. Mit ca. 10 bis 15 Grad ist es hier deutlich wärmer als im Winter und an windgeschützten Orten kann es sogar sommerlich warm werden. Türkisblaue Seen oder vielfarbige Lavafelder – die ohnehin farbenfrohe Insel wird im Sommer zu einem wahren Farbenschauspiel. In der warmen Jahreszeit kann man außerdem im Freien campen sowie alle Sehenswürdigkeiten und das Hochland problemlos mit dem Mietwagen erreichen.

Im Winter zeigt sich in Island eine Winterwunderwelt: Die eingefrorenen Wasserfälle wirken wie Eispaläste und es gibt die Möglichkeit, das faszinierende Lichtspiel der Polarlichter am Himmel zu bestaunen. Die Chance die Nordlichter zu sehen ist ab Mitte September bis Anfang April am höchsten. Die einmaligen Fotomotive sieht man zwischen 20 und 4 Uhr, in diesem Zeitraum ist es am dunkelsten. Im Winter kann das Thermometer allerdings schon mal unter null fallen. Also: dick anziehen.

Tageslicht

Durch die geografische Lage in der Nähe des Nordpolarkreises gibt es auf Island im Sommer und Winter große Unterschiede in der Tageslänge. Die Sommermonate sind eine faszinierende Zeit mit unendlich langen Tagen, denn wird es erst nach Mitternacht dunkel und nur kurze Zeit später wieder hell, da die Sonne nie ganz unter geht. Im Winter ist die Insel die meiste Zeit des Tages in Dunkelheit gehüllt und die Helligkeit des Schnees verleiht der Landschaft einen ganz besonders ruhigen und beeindruckenden Charakter.

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