UNESCO-Weltkulturerbe Deutschland: Die 10 faszinierendsten Orte

Sie sind so einzigartig, dass sie für die Menschheit bewahrt werden sollen: Mehr als 40 Welterbestätten gibt es in Deutschland. Welche Städte, Bauwerke oder Naturreservate die schönsten sind, erfährst du hier.

Es gibt Orte auf der Welt, die in ihrer Art einzigartig sind. Diese Gebäude, Regionen, ganze Landschaften oder Nationalparks sollen daher nicht nur gewürdigt, sondern für die ganze Menschheit als kulturelles Erbe erhalten bleiben. Daher verleiht die UNESCO seit dem Jahr 1978 den begehrten Titel „UNESCO-Weltkulturerbe“ an einzigartige, authentische Stätten, die von internationaler Bedeutung sind. Ganze 46 davon befinden sich in Deutschland –  die spannendsten zeigen wir dir hier.

1. Hansestadt Lübeck

Ihre große Vergangenheit als freie Reichs- und Hansestadt wird vielerorts an ihrem Stadtbild sichtbar: Die norddeutsche Stadt Lübeck zeichnet sich durch ihre wunderschönen Bauten im Stil der Backsteingotik aus. Bekannt ist sie vor allem für ihre unverwechselbare Silhouette mit sieben Türmen. 1987 erklärte die UNESCO das einzigartige Lübecker Altstadt-Ensemble mit seinen rund 1.800 denkmalgeschützten Gebäuden, den verwinkelten Vierteln und historischen Gassen zum Weltkulturerbe.

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2. Wattenmeer, Nordsee

Das Wattenmeer zählt zu einem der weltweit größten gezeitenabhängigen Feuchtbiotope. Vor allem als Rastgebiet für Zugvögel hat es eine zentrale Bedeutung: zehn bis zwölf Millionen Zugvögel finden hier auf ihrer Durchreise jedes Jahr ausreichend Futter. Ausschlaggebend für die Aufnahme in die Liste des Welterbes 2009 war allerdings die Biodiversität, große Artenvielfalt und die geologische Bedeutung des Wattenmeers. Ungefähr 10.000 Arten – unter anderem Seehunde, Schweinswale oder Kegelrobben – leben hier. Lebensräume wie Dünen, Sandbänke und Salzwiesen gehören neben der reinen Wattfläche außerdem zur Schutzzone.

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3. Aachener Dom, Aachen

Er gilt nicht nur als Symbol der Einigung und des Wiederaufstiegs Westeuropas nach dem Ende des Römischen Reiches, sondern auch als künstlerisches und architektonisches Meisterwerk: Der Aachener Dom (auch Hoher Dom zu Aachen, Aachener Münster oder Aachener Marienkirche genannt). Erbaut wurde er zwischen 796 und 813 als Palastkapelle von Karl dem Großen. In den Folgejahren wurde die Kapelle um das „Glashaus“ – einem einschiffigen Chor mit mehr als tausend Quadratmeter – sowie Seitenkappellen und einem Westturm erweitert. Durch seine besondere geschichtliche Bedeutung wurde der Aachener Dom 1978 als erste deutsche Kulturstätte in die UNESCO-Welterbeliste eingetragen.

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4. Bauhaus, Dessau

Bis heute ist die Stil- und Formsprache des Bauhauses – Deutschlands berühmtester Kunst- und Designeinrichtung – wegweisend. Eine ganz besondere Rolle in der Geschichte des Bauhauses nimmt Dessau ein. Hier erlebte das Bauhaus von 1925 bis 1932 seine Blütezeit als Hochschule für Gestaltung. Heute befinden sich über 300 Bauhausbauten in der Stadt, die nur darauf warten, entdeckt zu werden. Seit 1996 zählen die Bauhausstätten in Dessau zum Weltkulturerbe.

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5. UNESCO-Biosphärenreservate im Südschwarzwald

Smaragdgrüne Wälder, Idyllische Seen und die Berge im Hintergrund – der Schwarzwald ist das ideale Ziel für Naturfans. Hier locken herrliche Landschaften mit tiefen Schluchten, wilden Wasserfällen und beeindruckenden Ausblicken bis zu den Alpen. So ist es nicht verwunderlich, dass die Region im Südschwarzwald mit ihren artenreichen Bergmischwäldern und teils alpinen Tier- und Pflanzenarten seit 2017 zu Biosphärenreservat der UNESCO zählt. Das Schutzgebiet ist das 16. UNESCO-Biosphärenreservat in Deutschland, umfasst 28 Gemeinden des Südschwarzwalds und erstreckt sich auf einer Fläche von etwa 630 Quadratkilometern.

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6. Museumsinsel, Berlin

Kunstbegeisterte und Kulturinteressierte kommen hier voll auf ihre Kosten: Die Museumsinsel zählt zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten in Berlin und beheimatet unter anderem die Büste der Nofrete oder den Pergamon Altar aus dem Alten Ägypten. Entstanden ist das architektonische Ensemble aus fünf verschiedenen Museen – das Alte Museum, das Neue Museum, die Alte Nationalgalerie, das Kaiser-Friedrich-Museum (heute Bode-Museum) und das Pergamonmuseum – zwischen 1830 und 1930 mitten auf der Spree. Seit 1999 zählt die Museumsinsel in Berlin zum Welterbe der UNESCO.

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7. Wallfahrtskirche „Die Wies“, Steingaden

Platz 7 führt uns zur bayerischen Wallfahrtskirche „Die Wies“ in Steingaden. Ihre vollständige Bezeichnung lautet „Wallfahrtskirche zum Gegeißelten Heiland auf der Wies“; benannt wurde sie nach ihrem Kernstück: einer Statue des leidenden Christus. Sie zählt zu einer der berühmtesten Rokoko-Kirchen der Welt und zeichnet sich besonders durch opulente Stuckverzierungen, üppige Innendekoration und anmutige Deckengemälde aus. Etwa eine Million Besucher aus aller Welt zieht diese einmalige Wallfahrtkirche jedes Jahr – die seit 1983 zum UNESCO-Weltkulturerbe gehört – an.

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8. Bergpark Wilhelmshöhe, Kassel

Der Bergpark Wilhelmshöhe in der nordhessischen Großstadt Kassel ist mit einer Fläche von 2,4 Quadratkilometer der größte Bergpark in Europa. Bekannt ist er vor allem durch seine monumentalen Wasserspiele, der Herkules-Statue (das Wahrzeichen der Stadt), das Schloss Wilhelmshöhe und der Ruine Löwenburg. Letztere ist eingebettet in eine malerische Szenerie aus Weinberg und Burggarten und erscheint von weitem wie eine Ritterburg aus dem Mittelalter. Am 23. Juni 2013 wurde das barocke Gesamtkunstwerk als UNESCO-Weltkulturerbe anerkannt.

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9. Altstadt Regensburg mit Stadtamhof, Regensburg

Im Südosten Deutschlands an der Donau liegt dieses UNESCO-Weltkulturerbe-Schmuckstück. Die mittelalterliche Altstadt der bayerischen Stadt Regensburg, die im Hohen Mittelalter politisches Zentrum des Heiligen Reiches der Deutschen Nation war, begeistert mit zahlreichen Werken romanischer und gotischer Baukunst. Schlendert man durch die verschlungenen Gassen der über zweitausend Jahre alten Stadt, offenbaren sich einem die bedeutendsten Baudenkmäler der Stadt: Dom, Rathaus, die römischen Sakralbauten, die gotischen Bettelordenskirchen, die Innenhöfe und Hauskapellen der mittelalterlichen Bürgerhäuser und die Steinbrücke aus dem 12. Jahrhundert.

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10. Schloss Sanssouci, Potsdam

Sanssouci („ohne Sorge“) nannte Friedrich der Große sein Sommerschloss im Rokoko-Stil in Potsdam. Majestätisch thront das sonnengelbe Lustschloss am Ende einer langen, elegant geschwungenen Treppe auf seinen berühmten Weinbergen. Statuen in Carrara-Marmor, opulente Marmorsäle, einladende Gitterpavillons und prachtvolle Räume, ausgestattet mit Kunst von Watteau, Panini und Pesne: Man erkennt sofort, weshalb Sanssouci König Friedrichs Lieblingsschloss war und oft als preußisches Versailles bezeichnet wird. 1745 bis 1747 von Georg Wenzeslaus von Knobelsdorff nach Vorstellungen und Skizzen des Königs errichtet, verleiht es der kleinen Schwester Berlins bis heute städtebauliche Grandezza.

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